Taschengeld für Süßes
Frage: Bei uns zu Hause gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Süßigkeiten, beispielsweise nach dem Essen oder am Nachmittag eine Kleinigkeit. Mein Sohn (11) gibt in letzter Zeit fast sein ganzes Taschengeld für Süßigkeiten aus, er isst auch teilweise kaum zu Mittag, aber dafür danach eine Tüte Chips oder Schokolade. Ich habe mit ihm darüber gesprochen, seitdem versucht er aber nur den Süßkram vor mir zu verstecken. Aber sein Essverhalten so zuzulassen, ist mir auch nicht recht. Ich möchte ihm eigentlich nicht vorschreiben, wofür er sein Taschengeld ausgeben darf und ihm auch nicht weniger geben. Vielen Dank schon jetzt für Ihren Rat!
Antwort:
Prof. Dr. Westenhöfer: Sie sollten mit ihm noch einmal in Ruhe darüber sprechen. Machen Sie ihm deutlich, dass Heimlichkeiten ein Vertrauensmissbrauch und eine Enttäuschung für Sie sind. Treffen Sie mit ihm eine Vereinbarung, wie viel von seinem Taschengeld er wofür ausgeben darf und setzen Sie eine Grenze für Süßigkeiten. Wenn das nicht hilft, ist das ein klares Zeichen dafür, dass Ihr Sohn zu viel Geld zur Verfügung hat, mit dem er nicht umgehen kann. Dann können Sie mit ihm vereinbaren, dass ein Teil in Zukunft nicht mehr direkt zum Verbrauchen ausgezahlt wird, sondern auf das Sparkonto kommt - und dann für größere Anschaffungen zur Verfügung steht.
Heimlich naschen?
Frage: Ich habe drei Kinder: 17, 9 und 2 Jahre alt. Nach der Liste auf clever-naschen.de essen Kinder erst ab 4 Jahren Süßigkeiten, wie soll das gehen? Die Kleine sieht doch, was ihre Geschwister essen! Heimlich naschen oder nur im Zimmer ist auch keine Lösung.
Antwort:
Prof. Dr. Westenhöfer: Sie haben natürlich völlig recht, heimlich naschen zu lassen ist immer die falsche Lösung. Im Durchschnitt haben Kinder unter 4 Jahren einen Energieverbrauch von etwa 1000 bis 1100kcal, bei Anwendung der 10-Prozentregel (des Forschungsinstituts für Kinderernährung) dürfen also etwa 100kcal für süße Extras eingesetzt werden, wenn die Ernährung ansonsten stimmt.
Clever-naschen.de: Die Empfehlung des Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE) besagt, dass maximal 10% der täglichen Kalorienzufuhr bei Kindern aus Süßigkeiten oder Knabbereien bestehen sollte. Dies gilt für alle Kinder ab dem Alter von einem Jahr.
