Expertentipps

Gesund und aktiv im Familienalltag

Was hilft, wenn mein Sohn oder meine Tochter keine Lust auf Sport und Bewegung hat? Können Kinder bewusstes und genussvolles Naschen lernen? Unsere Experten geben konkrete und umsetzbare Tipps aus den Bereichen Psychologie, Sport, Pädagogik und Medizin.

  • Pädagogik

    Konfliktthema Naschen

    Der Wunsch nach Süßem ist uns allen angeboren. Schon im Mutterleib lernt das Ungeborene den süßen Geschmack des Fruchtwassers kennen. Daher lieben Kinder Süßes und fordern es auch ein. Machen Sie kein Konfliktthema daraus – das Bedürfnis nach Süßigkeiten ist normal und natürlich! Ob wir als Mütter Süßigkeiten geben oder verbieten – immer haben wir ein leicht schlechtes Gewissen. Machen Sie sich frei davon und finden Sie ein gesundes, individuelles, für Sie stimmiges Maß!


  • Pädagogik

    Gemeinsame Mahlzeiten liebevoll gestalten

    Gemeinsame Mahlzeiten sind wichtig. Sie sind ein gutes Ritual, um als Familie zusammen zu sein und über die Ereignisse des Tages zu sprechen. Und man kann hier gemeinsam erleben, dass Essen Genuss bedeutet und nicht nur zum satt werden dient. Schon mit wenig Aufwand können Eltern Kindern – aber auch sich selbst – die gemeinsame Mahlzeit jeden Tag wieder zu etwas Besonderem machen: Den Tisch schön decken und z.B. mit Blumen oder Kerzen zusammen mit dem Kind dekorieren, Wurst und Käse auf hübschen Tellern servieren oder auch mal eine hübsche Platte mit Gemüsemännchen bereitstellen. Auch kann es als Nachtisch mal den Lieblingsschokoriegel geben, auf den das Kind sich dann freut. Auch ist es gut, wenn beim Essen über angenehme lustige, interessante Dinge gesprochen wird. Gemeinsame Mahlzeiten sollten für die Kinder nicht gleichbedeutend mit Tadel, Streit oder Ermahnungen sein.


  • Pädagogik

    Essen mit Genuss von Anfang an

    Kinder lernen den Spaß am Essen vor allem durch entspannte gemeinsame Mahlzeiten, die liebevoll zubereitet und angerichtet sind. Was die "Art" des Essens angeht, gibt es allerdings oft Unterschiede zwischen den Bedürfnissen der Familienmitglieder: Eltern wollen, dass sehr ordentlich gegessen wird – Kleinkinder mit dem Essen experimentieren. Nach gesellschaftlich anerkannten Tischsitten zu essen ist natürlich wichtig und ab dem Schulalter sollte man verstärkt darauf achten, dass die Kinder die Tischregeln beachten (ordentlich sitzen, Messer und Gabel benutzen, …). Kleinkinder können das noch nicht! Zum einen wegen der Geschicklichkeit. Zum anderen, weil es ein sinnliches Erlebnis ist, mit dem Essen spielerisch zu experimentieren. Mit dem Löffel Straßen in die Sauce und den Kartoffelbrei zu ziehen, mit dem Finger hindurch zu gehen und diesen dann genüsslich ablecken. Es ist herrlich für Kinder die Nudeln einzeln abzulutschen oder im Apfelmusklecks neben dem Teller das kleine Spielzeugauto fahren zu lassen. All dieses sinnliche Experimentieren führt dazu, dass essen Spaß macht – von Anfang an. Meine Empfehlung ist daher: Wenn Sie möchten, dass das Kind später gern und ordentlich isst, lassen Sie das Kleinkind, zumeist selbst essen und (bis circa drei Jahren) auch mal damit spielen. Natürlich nur soweit wie Sie es ertragen! Sprich: die Teller sollten nicht durch die Küche fliegen, ein wenig Brei auf dem Tisch ist aber total in Ordnung.