
Süßes statt saure Gurken
Auch in den ländlichen Teilen Deutschlands gibt es Bräuche und Sitten, die in den Städten gänzlich unbekannt sind. Diese Bräuche haben sich über Jahrhunderte bis in die Gegenwart hinein gehalten und nehmen einen festen Platz im kulturellen Leben der Menschen ein.
Die Rituale und Sitten stammen teils aus vorchristlicher Zeit, teils aus der Feudalzeit und vermischen sich mit heidnischen und christlichen Elementen. Die Bräuche dienten einstmals vor allem zur Abwehr böser Geister und Dämonen, was symbolisch für die Vertreibung des Alten und Schwachen stand, das durch Neues und Kräftiges ersetzt werde sollte.
Im Spreewald, sonst eher für seine sauren Gurken berühmt, findet am 25. Januar der schönste und süßeste Brauch für jüngere Kinder statt: Um das neue Jahr zu empfangen gehen die Kinder in Vogelkostümen verkleidet durch das Dorf und sammeln dabei Süßigkeiten ein.
Organisiert wird dieser Brauch von Kindergärten und Schulen.